Project Description

WENN DIE WELT AUS DEN FUGEN GERÄT …

Unsere Erde hat eine begrenzte Fläche, die sich Mensch und Natur teilen müssen. Die Menschen breiten sich in alle Richtungen aus und verdrängen damit die Natur mit Ihren Bewohnern. Für Tiere und Pflanzen steht immer weniger Platz zur Verfügung.

Der Wille des Menschen ist es nach Schneller, Weiter und Höher zu streben und die Welt zu verändern. Er will sich die Welt untertan zu machen. Rigoros greift er in die Natur ein und passt sie seinen Vorstellungen und Bedürfnisse an. Es ist zwangsläufig, dass ein Ungleichgewicht entsteht, da sich die Natur nicht von selbst in gleichem Maße den Wünschen und Absichten der Menschen anpassen kann. Es entstehen Mutationen und Veränderungen an den Proportionen.

In Marco Bruckners Arbeit zeigt die Eisenplatte den begrenzten Raum auf dem die Menschen in ihrem Umfeld und mit der Natur wohnen. Die Elefanten stehen sinnbildlich für die Natur. Sie müssen sich an die beengten Verhältnisse anpassen und verlieren damit ihr Gleichgewicht und ihre Proportionen. Die Menschen leben dichtgedrängt, ihre Häuser nehmen kuriose Formen an, da der Platz beschränkt ist. Auch der Mensch verliert sein Gleichgewicht und versucht sich durch veränderte Proportionen anzupassen und zu überleben.

Es sind die Themen unserer Zeit, mit der sich Marco Bruckner vorwiegend auseinandersetzt. Aktuelle Geschehnisse und Entwicklungen berühren ihn persönlich stark. Die bildhauerische Arbeit ist seine Art, sich mit den Problemen der Gesellschaft zu beschäftigen. Dabei geht es nicht Lösungen oder Protest. Ihm ist es ein Anliegen den Betrachter mit seinen Arbeiten anzusprechen und ihn für das Thema zu sensibilisieren. Es hat immer etwas von Denkmal im Sinne von „Mensch, denk mal nach.“ Hier ist nachdenken über das eigene Leben und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur angesprochen.

Material: Esche, Maße: B/T/H 150/100/150 cm